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Reiseführer Toskana

Entdecken Sie die Toskana!

Wunderschöne Landschaft und faszinierende Kultur werden zu einem unvergesslichen Erlebnis

Über die Toskana wird im deutschen Sprachraum viel geschrieben, kaum eine andere Region Italiens scheint uns so vertraut. Viele denken sofort an das Chianti, die berühmte Weingegend im Herzen der Toskana, andere an das Mittelmeer mit seinen langen Sandstränden und den vorgelagerten Inseln. Für viele andere sind es vor allem Städte wie Florenz, Siena, Pisa oder Lucca mit ihren berühmten Baudenkmälern und den Schätzen ihrer Kirchen und Museen, die die Toskana ausmachen. Toskana, das sind aber auch wildreiche Wälder und duftende Macchia, bis zu 2000 m hohe Gebirgszüge mit Wanderwegen und sogar Skipisten, alte Thermalbäder und hochmoderne Wellnesscenter, tiefblaues Meer vor weiß leuchtenden Marmorbrüchen und lange Ketten wogender Weizenfelder, gekrönt von mittelalterlichen Dörfern.

Die 23 000 km² große Toskana (das entspricht etwa der Größe von Mecklenburg-Vorpommern) ist unendlich facettenreich und nicht zuletzt darum für viele die schönste Gegend Italiens. Um ihren Besuchern den Urlaub so angenehm und abwechslungsreich wie möglich zu machen, geben sich Region, Gemeinden und Hoteliers alle nur erdenkliche Mühe. Vor allem während der Sommermonate jagen sich die Events: Museumsnächte, Musik- und Theaterfestivals, Reit- und Tennisturniere, Segelregatten und Volksfeste mit und ohne historischen Hintergrund … Überdies organisieren viele Hoteliers Ausritte, Barbecueabende und vieles andere mehr.

Nach der Einführung des Euro sind auch in der Toskana die Preise in die Höhe geschnellt. Das versucht man jetzt zu korrigieren. Den preiswertesten Urlaub können Sie im Hinterland fernab ...
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Impressionen







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Angesagt

Angesagt!

Was Sie wissen sollten über Trends, die Szene und Kuriositäten in der Toskana

Angesagt

Happy hour

In allen größeren Bars und Vinotheken der Städte und Touristenzentren häufen sich zur Aperitifzeit auf den Theken Berge appetitanregender Häppchen. Man bezahlt ein Glas Wein oder den Aperitif und stillt den kleinen Hunger gratis.

Passeggiata

Nach der Happy Hour wechselt man auf die Piazza, Quintessenz italienischer Lebenskultur. Typisch ist die abendliche passeggiata entlang der Hauptstraße, bei der der neueste Look ausgeführt wird.

Mode

Die Fünfzigerjahre kehren zurück und mit ihnen die geometrischen Muster von Emilio Pucci. Modelle und Accessoires in den unverkennbaren Pucci-Fraben Pink, Mintgrün, Türkis, Violett und Grellgelb sind der allerletzte Schrei. Man sieht Pucci-Fakes bereits auf den Märkten - hier auch für den normalen Geldbeutel erschwinglich, aber weniger farbenfreudig. Auch die ebenfalls aus Florenz stammende Patrizia Pepe, die 1993 ihre erste Kollektion vorstellte, macht viel von sich reden. Ihre minimalistischen Modelle zeichnen sich durch besonders verspielte Details aus. In der Saison 2005 wagte sie sich zum ersten Mal an Männermode.

Musik

Auch hier ist Retro angesagt: Mina ist wieder groß im Kommen. Anfang 2005 erschien ihre neue CD »BulaBula«, und seit im Frühjahr 05 der Film »La terza stella« von Alberto Ferrari ins Kino kam, dessen Soundtrack auch von Mina stammt, ist sie in Italien buchstäblich in aller Munde. Viel gehört werden auch Francesco Renga, ehemaliger Sänger der Popgruppe Timoria und diesjähriger Sieger beim 55. Festival von San Remo, und der cantautore Marco Massini, der Sieger von 2004. Die Rockgruppe Vibrazioni gibt ein Konzert nach dem anderen, und die toskanische Band Bandabardò ist vor allem dank ihrem kubanischen Trompeter angesagt.

Fitness und Sport

Palestra heißt das Zauberwort. Vor allem bei den Jüngeren steht Fitness an erster Stelle, ob Bodybuilding für die Männer oder Aerobic, Spinning oder Step bei den Frauen. Immer mehr Anhänger findet das surf da onda (Wellenreiten).



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Ausflüge und Touren

Zwei Tagestouren ins Schlaraffenland

Ausflüge und Touren

Klöster und Kulinarisches an der Via Cassia

Die Via Cassia, die heutige SS 2, führt durch uraltes Kulturland mit Weinbergen, Zypressenalleen und majestätischen Villen, befestigten Weilern, mittelalterlichen Burgen und stillen, abgelegenen Klöstern und Taufkirchen südwärts Richtung Siena. In Colle di Val d'Elsa verlässt die Route die Via Cassia und führt über die Etruskerstadt Volterra und das »Jerusalem der Toskana« nach San Gimignano. Unterwegs locken mehrere gute Trattorien, und an Gelegenheiten zum Kauf von Wein und Olivenöl direkt beim Erzeuger mangelt es ebenso wenig. Für die rund 190 km lange Tour sollten Sie mindestens einen vollen Tag einplanen.

Die Fahrt beginnt auf der Via Cassia, der alten Römerstraße (heute die Strada Statale 2), in Florenz an der Porta Romana. Noch vor der Autobahn erhebt sich in Galluzzo rechts der Straße der grandiose Komplex der Certosa (Di-So 9-12 und 15-17, im Sommer bis 18 Uhr) mit den charakteristischen Mönchszellen. Der 1341 errichteten Kartause, reich an Kunstschätzen und mit einer bewegten Geschichte, sollten Sie einen Besuch abstatten.

Aus Zeitgründen nehmen Sie dann die Superstrada Firenze-Siena und verlassen sie nach 18 km an der Ausfahrt Tavarnelle. Vorbei am Ort selbst liegt etwa 500 m hinter dem Ortsende auf einer Kuppe rechts die Abfahrt nach Spoiano, einer schönen Renaissancevilla mit herrlichem Blick. Hier betreibt die Familie Waspi Agritourismus und verkauft Weine der Colli Senesi und vorzügliches kaltgepresstes Olivenöl - alles aus rein biologischem Anbau (Tel. 05 58 07 73 13, www.toscanaholidays.com).

Zurück auf der Hauptstraße, fahren Sie bis zur Ausfahrt Colle Val d'Elsa Nord. Der Ort Colle di Val d'Elsa besteht aus einem mittelalterlichen Teil, Colle Alta, mit der Kirche Santa Caterina (15. Jh.), dem Domplatz mit Dom (17. Jh.), Palazzo Pretorio mit der wappengeschmückten Fassade (Baubeginn 13. Jh.), der das Archäologische Museum beherbergt (Mai bis Sept. Di-Fr 10-12 und 16-18, Sa/So 10-12 und 16.30-19.30 Uhr, Okt.-April Di-Fr 15.30-17.30, Sa/So 10-12 und 15.30-18.30 Uhr), sowie dem Castello (12. Jh.). Colle Bassa, am Fuß des Hügels, hat mit der Kirche Sant'Agostino (13. Jh.) eine besondere Kostbarkeit aufzuweisen. Bekannt ist die Stadt vor allem als Zentrum der Kristallschleiferei (Museo del Cristallo, Mai bis Okt. tgl. 10-12 und 16-19.30, Sa auch 21-23 Uhr, Nov.-April Di-So 15-19, Sa/So auch 10-12 Uhr, Via dei Fossi, 8 a).

Auf der Weiterfahrt folgen Sie den Hinweisen nach Volterra. Die Straße führt in Kehren mit traumhaften Ausblicken in die faszinierende, karge und spärlich besiedelte Landschaft hinauf zur alten Etruskerstadt Volterra. Nach Besichtigung der Stadt (etwa 1-2 Std.) folgen Sie den Hinweisen »Balze«; rechts und links der Straße erkennt man Reste der etruskischen Mauern und links die Kirche San Giusto am Rande der Erdabstürze (Parkplatz).

Die Straße mit Blick auf das entschwindende Volterra führt hinab ins Tal durch Macchia und Niedrigwald Richtung San Gimignano. Sie biegen jedoch 10 km vorher an der Kreuzung bei Castagno links Richtung Gambassi Terme ab. Auf der linken Straßenseite taucht nach wenigen Metern die Osteria Il Castagno auf (Di geschl., Tel. 05 71 67 80 45, €). Kurz nach dem Gasthof biegt links die Straße nach San Vivaldo (5 km) ab, wo wiederum sofort rechts nach dem Ortsschild der Weg zum Convento abgeht. Im hohen Tannenwald um das Kloster liegen 21 kleine Kapellen. Sie sind mit mehrfarbigen, meist lebensgroßen Terrakottafiguren ausgestattet, die die Lebens- und Leidensgeschichte Christi darstellen. Wie Kirche und Kloster sind sie im 16. Jh. entstanden. Zwei Patres kümmern sich heute noch um das wertvolle Erbe, und Pater Luigi erklärt nicht nur die Geschichte des »Jerusalem der Toskana« in flüssigem Deutsch, sondern verkauft zudem den besten Honig der Toskana. In der angeschlossenen Trattoria Il Focolare wird man warm empfangen und bekocht (Ostern-Okt. tgl. 18.30-24 Uhr, Fr-So auch 12 bis 15 Uhr, im Winter nur Fr-So, Tel. 057 16 94 98, €). Wer die Straße von San Vivaldo weiterfährt, erreicht nach 4,5 km Castelfalfi mit dem schönsten und schwierigsten 18-Loch- Golfplatz der Toskana, Fischgewässer, drei Pools und Übernachtungsmöglichkeit (Tel. 05 71 69 80 93, Fax 05 71 69 80 98, www.castelfalfi.it).

Zurück auf der Hauptstraße hinter Castagno, fahren Sie an der Kreuzung links weiter Richtung San Gimignano. Nach gut 2 km führt, wiederum links, eine Bilderbuch-Zypressenallee zum Ristorante Casa Al Chino mit Aussichtsrestaurant und preiswerten Zimmern (Do geschl., Tel. 05 77 94 60 22, €-€€). Von der Straße kommen Sie nach weiteren 500 m links auf eine Staubstraße, die in 2,5 km zur Fattoria La Torre (Tel. 05 77 94 60 13) führt, einem Gut mit Wein- und Olivenölverkauf. Einer der besten Weine dieser Gegend aber kommt aus der Azienda Agricola Teruzzi & Puthod (Tel. 05 77 94 01 43, www.teruzzieputhod.it) am Fuß von San Gimignano, dessen Türme sich am Ende der Straße aufbauen. Im Sommer gibt es eine Verkaufsstelle rechts an der Straße, im Winter folgen Sie den Hinweisen ins Tal hinunter zur fattoria.

Zurück umfahren Sie San Gimignano rechts bis zur Porta San Giovanni und ihrem bewachten Parkplatz und kehren nach erfolgter Besichtigung (1-2 Std.) nach Poggibonsi und über die Superstrada nach Florenz zurück.

Durch das Land des schwarzen Hahns

Beiderseits der »Strada del Chianti« (SS 222) zwischen Florenz und Siena weisen unzählige Wegweiser zu den fattorie, den Weingütern. Praktisch überall können Sie Wein kaufen, und meist ist er gut. Diese Tour führt Sie zu zwei bezaubernden Villen und zu drei Gütern, die sich durch ihre besonderen Weine ausgezeichnet haben - Weine für Kenner, die aber auch ihren Preis haben. Um ausreichend Zeit für Verkostungen zu haben, sollten Sie für die nur 120 km lange Tour dennoch einen ganzen Tag freihalten.

Sie verlassen Florenz von der Porta Romana kommend vorbei an der Villa Imperiale und fahren dann südwärts durch die wunderschöne campagna fiorentina zwischen Olivenhainen, Villen und kleinen Weilern in Richtung Impruneta. Im Ort biegen Sie hinter der Kirche rechts ab Richtung Ferrone (an der Weggabelung bei den Neubauten geradeaus weiter, nicht Richtung Greve!). Durch typisch toskanische Landschaft führt die Straße hinab und dann entlang dem Flüsschen Greve.

Hier beginnen schon die Weinberge und die ersten Hinweisschilder auf Weingüter. Kurz nach Passo dei Pecorai biegen Sie links ab, um dann am Kreisverkehr rechts auf die Staubstraße zum Castello di Vicchiomaggio (Tel. 055 85 40 79, Fax 055 85 39 11, www.vicchiomaggio.it) einzubiegen. Eilige können schon hier in der Cantina San Jacopo ihren Weinvorrat ergänzen, die Fahrt hinauf zum weithin sichtbaren Castello ist jedoch lohnend. Hier bietet sich alles an: Weinkauf (mit großem Potenzial vor allem die beiden Roten »Riserva Petri« und »Ripa delle More«); man kann sich mit Grappa eindecken und mit würzigem olio di oliva extra vergine, von dem auf Vicchiomaggio jährlich um 7000 l gewonnen werden. In eleganten Räumen werden typisch toskanische Gerichte serviert - vom Feinsten und zu durchaus angemessenen Preisen; die schönen Gästezimmer kann man auch für nur eine Nacht belegen, und wer will, kann sich sogar in der kleinen Kirche trauen lassen. Nach Voranmeldung ist auch die Besichtigung der alten Kellereien möglich; die Führungen (nur auf Englisch) finden meist mittwochs nachmittags statt.

Vom Garten sehen Sie das alte Castello di Verrazzano (Tel. 055 85 42 43, Fax 055 85 42 41, www.verrazzano.it) auf dem Hügel gegenüber - Sie brauchen nur zur Hauptstraße zurück und erreichen schon nach wenigen Metern rechts die Auffahrt. Auch hier gibt es direkt an der Straße eine Verkaufsstelle, aber auch hier sollte man die Schotteranfahrt zum Castello nicht scheuen. In letzter Zeit haben vor allem die Barriqueweine »Sassello«, »Querciolino« und »Particolare« für Aufsehen gesorgt. Burg und Garten mit ihrem ganz besonderen Charme können besichtigt werden, außerdem werden zeitweise Kellerführungen und Weinproben veranstaltet.

Wieder auf der SS 222, erreicht man nach wenigen Kilometern Greve, den Hauptort des Chianti mit seinem schönen Marktplatz. Ein Muss ist hier der Besuch der Antica Macelleria Falorni unter den Arkaden der Piazza. Vor Generationen als einfache Fleischerei begonnen, wurde die Macelleria zu einem international bekannten Schlemmerziel mit allen Köstlichkeiten der Region. Wohlschmeckende kleine Gerichte werden in der Enoteca Gallo Nero am nördlichen Ende der Piazza serviert (Do geschl., Via C. Battisti, 9, Tel. 05 58 54 48 02, €€).

Als nächsten Ort an der SS 222 erreicht man Panzano. Hier biegt eine schmale Straße oberhalb der Piazza Richtung Mercatale ab. Am Kirchlein links nach Santa Lucia und dann etwa 1 km durch Weinberge und auf unbefestigter Straße abwärts, bis Sie am Ende die Fattoria dei Rampolla (Tel. 055 85 20 01) erreichen. Was von der Familie der Principi Di Napoli Rampolla auf den 42 ha dieses Gutes erzeugt wird, gehört zu den besten Weinen der Toskana. Der Cabernet Sauvignon »Sammarco« ist ein »ganz rares Hochgewächs mit ausgeprägter Persönlichkeit und ungewöhnlich langer Lagerfähigkeit«, so Italiens Weinpapst Luigi Veronelli. Auch der »Chianti Classico Riserva« und der »Vigna di Alceo« gehören zu den Dreisterneweinen.

Die Familienmitglieder legen im Weinberg selbst Hand an, daher sind Besichtigung und Kellerführung ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich. Ein Direktverkauf auf der fattoria findet nur in sehr ertragreichen Jahren statt, sonst finden Sie die Weine von Rampolla z. B. in der enoteca in Panzano.

3 km nach Panzano biegt man links Richtung Radda in Chianti ab, um das nächste Gut zu erreichen. Durch Weinberge und Wälder geht es entlang dem Flüsschen Pesa, bis sich nach etwa 10 km an einer Haarnadelkurve links die Straße zum Castello di Volpaia (Tel. 05 77 73 80 66, www.volpaia.com) emporschlängelt. Aus dem verlassenen Dorf haben seine Besitzer eines der renommiertesten Weingüter und ein kleines Mekka für moderne Kunst gemacht. Die Weine (rot: »Chianti Classico«, »Balifico« und vor allem der »Coltassala«; weiß: »Torniello«) und vorzügliches Olivenöl können Sie das ganze Jahr hindurch am winzigen Dorfplatz kaufen.

Über Radda in Chianti fahren Sie durch Wälder hinab nach Castellina und hier am Ortseingang sofort scharf rechts Richtung San Donato. Die Straße führt nun über ein Hochplateau mit herrlichem Weitblick, bis Sie nach 7 km links die Abzweigung nach Olena und nach einem weiteren Kilometer (wiederum links) den Weg nach Monsanto und zu den Cantine Isole e Olena erreichen. Paolo De Marchis Spitzenwein hier ist der ausschließlich aus Sangiovesetrauben gewonnene »Cepparello«, berühmt ist aber auch der »Vin Santo« von Isole e Olena, ein für die Toskana typischer Dessertwein. Voranmeldung ist unbedingt ratsam, und auch ein Direktverkauf findet nur je nach Vorrat statt (Tel. 05 58 07 27 63, Fax 05 58 07 22 36).

Falls Sie nun noch Zeit haben, können Sie in der romanischen Pieve von San Donato an Sommerabenden ein Konzert besuchen, ehe Sie über die Superstrada zurück nach Florenz fahren.



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Bloß nicht

Bloß nicht!

Auch in der Toskana gibt es Touristenfallen und Dinge, die man besser meidet

Bloß nicht

Diebe in Versuchung führen

Gelegenheit macht Diebe: Lassen Sie niemals Fotoapparate, Ferngläser, Jacken und Taschen oder irgendwelche Einkäufe sichtbar im Auto liegen - im verschlossenen Kofferraum ist alles sicherer verstaut! Auch Autoradios sollten, wenn möglich, vor dem Parken ausgebaut und weggeschlossen werden.

Den vollen Geldbeutel zücken

Vor allem in den Städten können Bettler manchmal eine Belästigung sein. Stecken Sie Geld und Papiere sicher weg! Am besten trägt man immer einige Münzen für Almosen in der Hosentasche - niemals den vollen Geldbeutel zücken! Lassen Sie sich auch nicht von vermeintlichen »Zivilpolizisten« anhalten oder gar durchsuchen!

Träumen am Steuer

Träumen am Steuer ärgert den Berufstätigen hinter Ihnen; fahren Sie besser zügig und halten dafür öfter an, um die Landschaft zu genießen!

Unvorsichtig baden

Am Strand sollten Sie den Bademeistern unbedingt Folge leisten: Wenn die rote Flagge gehisst ist - bei hohem Seegang etc. -, sollten sich auch geübte Schwimmer nicht vom Ufer entfernen, denn die unter besonderen Bedingungen einsetzenden, sehr gefährlichen Unterwasserströmungen kennen nur die Einheimischen. Am Strand auch seicht erscheinende Ufer prüfen, ehe Sie kleine Kinder ins Wasser gehen lassen; an vielen Stellen gibt es schon in Ufernähe Strömungen und Priele. Auch beim Baden in Bachläufen sollten Sie sehr vorsichtig sein: Bei plötzlich einsetzenden Regenfällen können diese sich in Sekundenschnelle in reißende Wildwasser verwandeln.

Unfälle ohne die Polizei regeln

Bei jedem - auch dem kleinsten - Unfall sollten Sie die Polizei (Tel. 113, kostenlos) rufen, auch wenn Sie dadurch Zeit verlieren. Die Versprechungen Ihres Unfallgegners lösen sich in nichts auf, wenn Sie nach Ihrer Heimkehr ein Schreiben seines Anwalts mit einer ganz anderen Rekonstruktion des Geschehens - und meist erheblichen Forderungen - vorfinden.

Rauchen

Seit 2005 ist das Rauchen in allen öffentlichen Räumen wie Bars, Restaurants, Büros, Zügen, aber auch auf Bahnsteigen verboten. Löschen Sie Ihre Zigarette, und machen Sie die Pfeife aus, denn die Bußgelder sind beträchtlich.



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Einkaufen

Keramik, Leder und Olivenöl

In der Toskana lohnen neben italienischer Mode vor allem die hochwertigen landwirtschaftlichen Produkte den Einkaufsbummel

Schon seit Jahrhunderten haben Florenz, Lucca und Prato Weltruf in der Herstellung schöner Stoffe; Lederwaren kommen besonders aus dem unteren Arnotal, wo bereits im Mittelalter die Gerbereien angesiedelt waren. Modische Schuhe und Accessoires sind daher der Einkaufstipp für die Toskana. Florenz ist Sitz der großen, international bekannten italienischen Modehäuser mit den klangvollen Namen. Es besteht besonders bei Kleidung ein sehr großes Preisgefälle - manche Artikel sind eindeutig überteuert, Sie sollten also wählerisch sein.

Spaß macht es, im Angebot der Märkte zu wühlen, wo neben Kleidung und Wäsche auch Haushaltswaren, Obst, Gemüse, Pflanzen und Lebensmittel angeboten werden. Olivenöl und Wein sollten Sie am besten beim Erzeuger, in der fattoria oder in den enoteche kaufen - dort ist gute Qualität garantiert, und die meisten sind überdies auf Direktversand auch in größeren Mengen eingerichtet.

Siena mit seinem Hinterland und die Maremma sind ein Einkaufsparadies für landwirtschaftliche Produkte. In den Klöstern verkaufen die Mönche selbst gebrannten Kräuterlikör und Honig. Siena, Cortona und die Gegend um Montelupo, westlich von Florenz, sind auch für ihre bunt glasierten Keramiken bekannt. Die berühmten toskanischen Terrakottagefäße ersteht man am besten in Impruneta. Und bei Arezzo haben sich die Outletshops der bekannten Modehäuser angesiedelt.

Für Silberwaren ist Florenz berühmt, für die Verarbeitung von Gold Arezzo. Alabaster bringt man aus Volterra mit, Marmorgegenstände aus Carrara und Umgebung. Pistoia ist besonders für Messer und Stahlwaren bekannt, außerdem versenden die Baumschulen der Gegend in alle Welt. Berühmte Antiquitätenmärkte finden in Arezzo, Lucca und Pisa statt.

Die Geschäfte sind meist Mo-Sa von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 16 bis 19.30 Uhr geöffnet, in den Innenstädten oft durchgehend und manchmal sogar sonntags - feste, gesetzlich geregelte Zeiten gibt es in Italien nicht.



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Essen und Trinken

Jede Region hat ihre speziellen Rezepte

Deftige Suppen, herzhaftes Landbrot und Wild aus den Wäldern bilden die ideale Grundlage für die gehaltvollen Weine

Alle Italiener essen gern; sie lassen sich stundenlang Zeit, und wenn möglich essen sie im großen Kreis - an Sonn- und Feiertagen jedenfalls. Während der Woche hat man sich inzwischen auch hier die Essgewohnheiten der übrigen Europäer zu Eigen gemacht: Mittags treffen sich die Berufstätigen in einer der vielen Bars, die kleine Gerichte servieren, oder - wenn auch auf den Wein Wert gelegt wird - zu einem light lunch in einer enoteca.

Wenn Sie in der Toskana Urlaub machen, sollten Sie sich aber von der sprichwörtlich guten Küche des Landes verwöhnen lassen. In den von uns vorgeschlagenen Trattorien und Restaurants finden Sie sie noch - und sie ist unendlich vielseitig: Jede Region hat ihre speziellen Rezepte; von Fisch bis Wild, von Pilzen bis grünem Spargel, von Artischocken bis Kastanien wird alles frisch in der traditionsgebundenen Küche verwendet.

Bekannt ist die Toskana für ihr vorzügliches Olivenöl und den würzigen Schafskäse von den Weideländern im Süden. An der Küste bietet man Meeresfrüchte und Fisch an, etwa cacciucco, das berühmte Fischgericht Livornos.

Die klassische Speisenfolge ist folgendermaßen: antipasto (Vorspeise - meist kalt), primo piatto (erster Gang aus Suppe, Reis- oder Nudelgericht), secondo piatto (Hauptgericht - Fleisch oder Fisch) mit contorno (Beilage), formaggio (Käse) oder/und dolce (Süßspeise), caffè und eventuell ein Digestif. Natürlich kann man die Speisenfolge auch kürzen, es ist aber in einem Restaurant kaum möglich, nur ein Nudelgericht zu bestellen; in einer Trattoria geht das schon eher. Für Schnellgerichte gibt es tavole calde (Selbstbedienungsrestaurants), Pizzerien oder Spaghetterien.

Im ristorante und in der trattoria müssen meist zwischen 2 und 5 Euro pro Person für pane e coperto (Brot und Gedeck) bezahlt werden; der Preis dafür ist auf der Karte angegeben. Die Rechnung wird pro Tisch ausgestellt, wenn Sie es wünschen, teilen Sie selbst.

In vielen Orten werden auch Touristenmenüs (menù turistici) angeboten; sie kosten - alles inklusive - um 15 Euro, bestehen aus zwei Gängen und sind im Allgemeinen nicht schlecht. Billiger - und oft besser - kommt man weg, wenn man sich mit einer Pizza und einem Glas Hauswein begnügt. Allerdings wird der Pizzaofen in den meisten Trattorien erst abends angeheizt.

An das Frühstück der Italiener, das für unsere Begriffe gar kein richtiges ist, kann man sich ganz schnell gewöhnen. Am besten suchen Sie die nächste Bar auf und bestellen sich einen cappuccino und eine brioche (Hefehörnchen). Nur in Erste-Klasse-Hotels ist nicht vom Hotelfrühstück abzuraten.

Acqua (einfaches Wasser), acqua minerale gassata (kohlensäurehaltiges Mineralwasser) oder acqua non gassata (ohne Kohlensäure) begleitet jedes Essen. Bei den Rotweinen nimmt natürlich der Chianti eine Vorrangstellung ein, besonders der Chianti Classico aus der Gegend zwischen Florenz und Siena: eine rund 800 km² große, in über 700 Weingüter aufgeteilte Hügellandschaft, die zu 45 Prozent aus Wald besteht. In dieser Region werden die Rebsorten zur Gewinnung des berühmten Chianti Classico angebaut. Bereits 1444 schlossen sich Radda, Gaiole und Castellina in der »Lega del Chianti« zusammen, die feste Regeln für die Güte des hier erzeugten Weines festlegte. 1874 setzte der Baron Bettino Ricasoli ein Mischungsverhältnis für den »Gallo Nero« fest, das beinahe unverändert noch heute gilt: Weine, die als Gütesiegel den schwarzen Hahn auf dem Etikett am Flaschenhals führen, bestehen aus 75 bis 90 Prozent Sangiovesetrauben und fünf bis 15 Prozent Canaiolo (für die typisch rubinrote Farbe) sowie bis höchstens zehn Prozent der weißen Sorten Malvasia oder Trebbiano. In den letzten Jahren regt sich bei experimentierfreudigen Winzern indes auch Widerstand gegen diese starren Vorschriften: Wer etwa einen rebsortenreinen Chianti aus 100 Prozent Sangiovesetrauben keltert, dem wird das DOC-Siegel verwehrt, und der Wein kommt als vino da tavola auf den Markt. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn bisweilen für einen - nur vermeintlich schlichten - »Tafelwein« erheblich mehr zu zahlen ist als für einen DOC-Chianti mit dem Hahn.

Weitere gehaltvolle Rotweine sind die Chiantiweine der sienesischen und Aretiner Hügel und der Chianti Putto aus dem Sievetal sowie die Rotweine aus dem unteren Arnotal bei Carmignano und Montalbano. Zu den berühmtesten Rotweinen gehören der körperreiche und tanninbetonte Brunello di Montalcino, der nur aus Sangiovesetrauben gekeltert wird und mindestens vier Jahre in Holzfässern lagern muss, der rubinrote Vino Nobile di Montepulciano (Sangiovese und Canaiolo), der Morellino di Scansano aus der Maremma und - vor allem - Sassicaia und Ornellaia aus Bolgheri. Bekannte Weißweine sind der goldfarbene Vernaccia aus San Gimignano, der Bianco di Montecarlo und der Bianco Vergine, der »jungfräuliche« Weiße aus der Gegend um Cortona.

Die Italiener trinken nur zum Essen Wein; oft wird der offene Hauswein (vino della casa oder vino aperto) dem teureren Flaschenwein vorgezogen. Bier wird auch in Italien immer beliebter, vor allem zur Pizza wird fast ausschließlich Bier, meist vom Fass (birra alla spina), getrunken.



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Feste und Events

Feste, Events und mehr

Reiterkämpfe und Openairkonzerte - Höhepunkt ist der Palio in Siena

Offizielle Feiertage

1. Januar

Capodanno

6. Januar

Epifania

Ostermontag

Pasquetta

25. April

Liberazione

1. Mai

Festa del Lavoro

2. Juni

Festa della Repubblica

15. August

Ferragosto

1. November

Ognissanti

8. Dezember

Immacolata Concezione

25. Dezember

Natale

26. Dezember

Santo Stefano

Feste und Veranstaltungen

Februar

Über Monate wird an den Umzugswagen mit Pappmachéfiguren des Carnevale di Viareggio (www.viareggioilcarnevale.com) gearbeitet, die dann an vier Sonntagen durch die Straßen gezogen werden.

17. Juni

Regata di San Ranieri in Pisa auf dem Arno. Am Vorabend werden die historischen Palazzi im Zentrum mit Tausenden von Kerzen und Fackeln beleuchtet.

Dritter Juni- und erster Septembersonntag

Bei der Giostra del Saracino (www.giostradelsaracino.arezzo.it) in Arezzo versuchen je zwei Reiter der vier contrade auf der Piazza Grande, das Schild eines hölzernen »Sarazenen« zu treffen und seinem Morgenstern auszuweichen. Vorher ein Umzug der einzelnen Stadtteile in farbenprächtigen Kostümen.

24. Juni

Calcio in Costume in Florenz: Vier Mannschaften mit je 27 Fußballern bolzen in Kostümen aus dem 17. Jh. um ein Kalb als Siegespreis.

Letzter Sonntag im Juni

Seit 1568 treffen sich beim Gioco del Ponte in Pisa die gewichtigen Repräsentanten der beiden Stadthälften links und rechts des Arno in Renaissancekostümen auf dem Ponte di Mezzo und versuchen, sich gegenseitig einen 7 t schweren Wagen zuzuschieben.

Juli

Im Rahmen der Notti dell'Archeologia (www.cultura.toscana.it/musei.htm) werden an vielen Orten der Toskana hochinteressante Events auch für Jugendliche veranstaltet.

Für drei Tage verwandelt sich beim Bluesin (www.pistoiablues.com) Pistoia in ein internationales Mekka für Blues-, Rock- und Popfans.

2. Juli und 16.August

Dreimal rund um die Piazza del Campo in Siena wird das schonungslose Rennen des Palio delle Contrade (www.ilpaliodisiena.com) geritten. Tierschutzverbände laufen Sturm, aber alljährlich wird der Palio von über 70 000 Zuschauern begeistert verfolgt. Jedes Jahr werden zehn der 17 contrade (Stadtviertel) ausgelost, einen Reiter in den Palio zu schicken. An den Vorabenden findet die Generalprobe statt und la cena della prova generale, das große Abendessen aller Contraden.

Juli/August

Wo Puccini einst komponierte, erklingen heute am Lago di Massaciuccoli in Torre del Lago beim Festival Pucciniano (www.puccinifestival.it) die Belcantoarien seiner Opern.

Mitte Juli bis Anfang August findet in Volterra das renommierte Festival Volterrateatro (www.volterrateatro.org) statt.

15. August

Die Sagra della Bistecca in Cortona ist der bistecca alla fiorentina gewidmet.

Letzter Sonntag im August

Der Bravio delle Botti in Montepulciano ist ein historischer Umzug mit über 200 Teilnehmern. Danach versuchen je zwei Repräsentanten der verschiedenen contrade, bis zu 80 kg schwere Weinfässer die steilen Gassen zur Piazza Grande hinaufzurollen. Auf den Sieger wird natürlich mit dem rubinroten Vino Nobile angestoßen.

Erster Sonntag im September

Die Fiera del Cacio in Pienza ist eine der berühmtesten Käsemessen Italiens. Im Mittelpunkt steht der heimische Pecorino (Schafskäse).

Drei letzte Novemberwochenenden

Weiße Trüffeln zum Schnuppern und Schlemmen versammelt die Sagra del Tartufo (www.sanminiatotartufo.it) in San Miniato.



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Praktische Hinweise

Von Anreise bis Zoll

Hier finden Sie kurz gefasst die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Toskanareise

Anreise

Auto

Die beiden Hauptrouten führen entweder durch die Schweiz (Gotthardpass bzw. -tunnel) und dann über Mailand und Genua oder Bologna oder durch Österreich (Brennerautobahn A 22) nach Modena und von dort über Bologna auf das Apenninteilstück der A 1 Milano-Roma. Siena erreicht man über eine Schnellstraße, die von der Autobahnausfahrt Firenze-Certosa abgeht.

Von Frankfurt, Hamburg und Hildesheim fährt im Sommer einmal wöchentlich ein Autozug nach Livorno.

Bahn

Die Hauptlinien führen durch die Schweiz (Gotthardtunnel) über Mailand-Genua nach Livorno-Grosseto und durch Österreich über den Brenner und Bologna nach Florenz und Arezzo.

Bus

Busreisen in die Toskana werden von vielen Reisebüros angeboten. Fast alle Orte sind von Florenz aus mit Überlandbussen erreichbar.

Flugzeug

Lufthansa fliegt über München nach Florenz und Pisa. Alitalia fliegt von vielen Flughäfen mit Zwischenstopp in Mailand. Billiglinien wie Ryanair, Easyjet und Hapag-Lloyd Express fliegen nonstop von Frankfurt/Hahn, Köln/Bonn, Hannover, Berlin, Stuttgart und Lübeck nach Pisa.

Auskunft

Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsamt Enit

- www.enit.it

- Gratistel. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Tel. 008 00 00 48 25 42

- Kaiserstr. 65, 60329 Frankfurt, enit.ffm@t-online.de

- Kärntnerring 4, 1010 Wien, delegation.wien@enit.at

- Uraniastr. 32, 8001 Zürich, enit@bluewin.ch

Auto

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Autobahnen 130, bei Regen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und in geschlossenen Ortschaften 50 km/h. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Außerorts muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden. Und bei einem Unfall oder einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften muss beim Verlassen des Wagens eine Warnweste angelegt werden.

Die meisten Tankstellen werden werktags zwischen 7.30 und 12.30 und 15 und 19 Uhr bedient, sonntags nur vereinzelt an Ausfallstraßen sowie auf den Autobahnen. Verbreitet sind aber Tankautomaten. Vorgeschriebene Autopapiere sind Führerschein und Fahrzeugschein, empfohlen werden die grüne Versicherungskarte und ein Auslandsschutzbrief. Die Pannenhilfe (Tel. 80 31 16) ist kostenlos.

Autobahnen sind gebührenpflichtig. Um Wartzeiten an den Mautstellen zu umgehen, kann man mit Kreditkarte an den dafür ausgewiesenen Schaltern bezahlen. Die einfache Fahrt kostet auf der autostrada Brenner-Florenz knapp 25 Euro, auf der Strecke Chiasso-Florenz knapp 20 Euro. Dazu kommen Gebühren für die österreichische Autobahn (Tarife je nach Gültigkeitsdauer der Vignette) oder 27 Euro für die Benutzung der Schweizer Autobahnen im laufenden Jahr.

Banken und Kreditkarten

Banken sind meist Mo bis Fr von 8.20 bis 13.20 Uhr und 14.45 bis 15.45 Uhr geöffnet. Nahezu alle Banken haben einen bancomat. In vielen Restaurants, größeren Hotels und Geschäften sowie bei Tankstellen werden Kreditkarten akzeptiert.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Konsulate

Florenz, Lungarno Vespucci, 30, Tel. 055 29 47 22; Arezzo, Case Nuove di Ceciliano, 59, Tel. 05 75 32 10 00

Österreichisches Konsulat

Florenz, Lungarno Vespucci, 58, Tel. 05 52 65 42 22

Schweizer Konsulat

Florenz, Hotel Park Palace, Piazzale Galileo, 5, Tel. 055 22 24 34

Ein- und Ausreise

Grenzkontrollen finden normalerweise nur noch an den Grenzen mit der Schweiz statt.

Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Museen und Baudenkmäler liegen meist um 5 Euro; in kleinere Einrichtungen kommen Sie schon ab 2 Euro, am teuersten ist mit 15 Euro der Schiefe Turm. In staatlichen Museen ist der Eintritt für EU-Bürger unter 18 und über 65 Jahren frei, zwischen 18 und 25 Jahren auf die Hälfte reduziert. In städtischen Museen hat man dagegen bis zwölf Jahre freien Eintritt und zahlt bis 18 die Hälfte, der Altersrabatt fällt hier meist weg. Oft wird für den Besuch mehrerer Museen ein verbilligtes Ticket verkauft. Auch in manchen Kirchen wird Eintritt verlangt. Vergessen Sie wegen eventueller Ermäßigungen nie Ihren Ausweis!

Gesundheit

Krankenkassen geben an ihre Mitglieder ein Merkblatt und das Formular E 111 bzw. die neue europäische Krankenversicherungskarte EHIC aus, die man sich vor Reiseantritt besorgen sollte. Anderenfalls muss man Arzt- und Apothekengebühren zunächst bar bezahlen und legt sie dann der heimischen Kasse zur Erstattung vor. Oder Sie schließen eine Reisekrankenversicherung ab.

Internet

Die wichtigsten toskanischen Städte sind im Internet präsent, viele Hotels auch online buchbar. Zu den für die Toskana interessantesten Websites gehören www.turismo.toscana.it, www.emmeti.it/Toscana und www.regione.toscana.it. Die offizielle Website der Region Toskana bietet zahlreiche interessante Links. Alles zu Naturschutzgebieten und Wandermöglichkeiten finden Sie bei www.parks.it, das Wetter in Italien unter www.tempoitalia.it und umfangreiche Informationen (englisch/italienisch) zu Florenz - Kulturkalender, Nightlife, Sport, Restaurants - auf www.firenze.net.

Internetcafés

- Florenz: IT, Via dell'Oriuolo, 40r, Tel. 05 52 34 53 22; IT, Via Guelfa, 24a, Tel. 055 21 47 94

- Pisa: IT, Via San Lorenzo, Tel. 050 97 05 96

- Siena: IT, Via di Città, 121, Tel. 05 77 22 63 66; IT, Via Pantaneto, 59, Tel. 05 77 28 80 28

Mietwagen

Avis (www.avis.com), Hertz (www.hertz.com) und Maggiore (www.maggiore.it) haben Niederlassungen in Florenz, Pisa und Livorno, die beiden Ersteren auch in Siena; Hertz ist außerdem in Piombino vertreten, Avis in Porto Santo Stefano, Prato, Viareggio und Porto Azzurro auf Elba, Maggiore in Cecina, Grosseto, Lucca und Portoferraio (Elba). Die Tagesmiete für einen Kleinwagen fängt etwa bei etwa 85 Euro an, eine Woche kostet im günstigsten Fall um 330 Euro. Angebote für Mietwagen finden Sie unter www.marcopolo.de.

Notruf

Feuerwehr (Vigili del Fuoco) 115

Carabinieri (bei Verbrechen) 112

Notarzt und Rettungswagen 118

Polizei (bei Unfällen, mit Notarzt) 113

Pannenhilfe 80 31 16

Öffentliche Verkehrsmittel

Auch ohne eigenes Auto kann man sich in der Toskana gut fortbewegen. Die Orte sind durch ein sehr engmaschiges Netz von Buslinien verknüpft; Sammelstellen sind meist die Bahnhofsvorplätze oder die größeren Plätze der kleinen Orte. In Florenz ist der Busbahnhof in der Via Santa Caterina di Siena an der Kopfseite des Bahnhofs Santa Maria Novella. Gute Verbindungen mit der Bahn hat man nach Westen Richtung Pisa/Livorno/Grosseto oder Viareggio/Massa und nach Süden Richtung Arezzo. Zugfahren ist in Italien immer noch sehr preiswert - 10 km kosten ohne Zuschlag in der zweiten Klasse ungefähr 1,10 Euro. Ehe Sie die Fahrt antreten, müssen Sie die Fahrkarte an einem dafür vorgesehenen Automaten am Bahnsteig entwerten!

Öffnungszeiten

In Italien gibt es keine festen Ladenschlusszeiten. Die meisten Geschäfte öffnen um 8.30 oder 9 Uhr und schließen gegen 19.30 Uhr. Selbst die Supermärkte halten manchmal zwischen 12.30/13 Uhr und 15.30/16 Uhr Mittagspause, sind jedoch in den Sommermonaten von 8 bis 20 Uhr durchgehend und auch sonntags geöffnet. Kirchen sind meist von 8 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. An einigen Feiertagen - vor allem 1. Jan., 1. Mai, 25. Dez. - sind viele Sehenswürdigkeiten geschlossen.

Post

Die Postämter sind im Allgemeinen Mo-Fr 8.15-13 Uhr, Sa nur bis 12.20 Uhr geöffnet. Briefmarken (francobolli) bekommen Sie auch in Tabakgeschäften und Bars, die mit einem großen T gekennzeichnet sind. Briefe und Postkarten nach Europa müssen mit posta prioritaria zu 62 Cent befördert werden.

Telefon

Für die Telefonzellen bzw. -säulen benötigen Sie eine carta telefonica (erhältlich in Bars, Tabakläden und Postämtern, vor der Benutzung die perforierte Ecke abreißen!) Indem man die Nummer 172 00 49 wählt, kann man ein R-Gespräch herstellen lassen oder mit Kreditkarte bezahlen (Anweisungen in Deutsch).

Die Vorwahl von Italien nach Deutschland ist 0049, in die Schweiz 0041, nach Österreich 0043. Nach Italien ist die Vorwahl 0039. Da in Italien die ehemaligen Ortsvorwahlen fester Bestandteil der Rufnummer sind, muss auch aus dem Ausland stets die Null am Anfang der Nummer mitgewählt werden.

Telefonieren mit dem Handy ist sehr teuer. Sie zahlen auch bei Anrufen aus Deutschland (zwischen 60 und 65 Cent pro Minute). Anrufer zahlen nur bis zur Landesgrenze, der Rest fällt auf Sie! Die Mailbox sollten Sie am besten ausschalten.

Trinkgeld

In Italien ist es üblich, sich immer erst das Wechselgeld bringen zu lassen. Das Trinkgeld lassen Sie dann auf dem Tisch liegen.

Unterkunft

Agriturismo

Rund 8500 italienische Villen und ausgebaute Bauernhäuser sind das ideale Urlaubsdomizil für Individualisten und Familien. Zwei empfehlenswerte Agenturen in der Toskana: Calcione Castle & Country (Tel./Fax 05 52 34 47 45, www.calcione.com) und Salogi Villas, Farmhouses & Apartments (Tel. 058 34 87 17, Fax 058 34 87 27, www.salogi.it). Ein weit gefächertes Angebot erhält man auch durch Agriturist (Tel. 05 64 41 74 18, Fax 05 64 42 18 28, www.agriturist.it) sowie über die Websites www.agriturismo.com, www.agriturist.livorno.it und www.agriturismo.siena.it. Sie sollten rechtzeitig buchen!

Camping

Wildes Campen ist in Italien verboten. Auf insgesamt 160 organisierten Campingplätzen dürfte aber wohl jeder das für ihn Passende finden. In den Enit-Büros erhalten Sie die »Carta d'Italia parchi campeggio«. Auskunft bei Federcampeggio (Tel. 055 88 23 91, www.federcampeggio.it) und über die Website www.campeggio.it.

Hotels

Man kann viele Hotelzimmer in der Toskana über die Buchungszentrale Centro Prenotazione Alberghiera von Deutschland aus reservieren (Mo-Fr 9-20, Sa 9-17 Uhr, Tel. 0039/02 29 53 16 05, Fax 02 29 53 15 86, innerhalb Italiens gebührenfrei: Tel. 800 01 57 72, www.hotelme.it). Der Service (deutschsprachig) ist kostenfrei. Viele der in diesem Band empfohlenen Hotels, vor allem an der Küste, sind im Winter mehrere Monate geschlossen.

Jugendherbergen

In der Toskana steht rund ein Dutzend Jugendherbergen zur Verfügung. Auskunft: Associazione Italiana Alberghi per la Gioventù (Tel. 064 87 11 52, www.ostellionline.org)

Zeitungen und Medien

In allen größeren Orten bekommen Sie deutsche Zeitungen und Zeitschriften, während der Hauptreisezeit auch schon am Tag ihres Erscheinens.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Sie alle Waren für den persönlichen Bedarf frei ein- und ausführen. Richtwerte hierfür sind z. B. 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen. Für Schweizer und bei Durchreise durch die Schweiz gelten erheblich geringere Freimengen, u. a. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 2 l Wein.



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Sport und Aktivitäten

Für Aufsteiger und Abtaucher

Wer es rasant liebt, stürzt sich auf Rädern oder Brettern bergab, gemächlicher geht es bei Kochkursen und in Thermen zu

Die Hügel des Chianti, die schroffen Apuanischen Alpen, die waldige Garfagnana, die Natur der Maremma, das Toskanische Archipel und die Sandküste der Versilia sind ideales Terrain für viele klassische Sportarten.

Sport und Aktivitäten

Angeln

Angeln im Meer ohne Genehmigung, in Binnengewässern ist eine Bescheinigung erforderlich. Federazione Italiana Pesca Sportiva, Via L. Gordigiani, 14, 50127 Firenze, Tel. 055 35 47 68, Fax 055 36 37 05, www.fipsas.it

Bildhauerei

Wer den Bildhauern von Pietrasanta und Umgebung nicht nur über die Schultern blicken will, kann unter fachkundiger Leitung auch selbst Hand anlegen. Bildhauerkurse in Marmor gibt es für Anfänger und Fortgeschrittene. Peter Rosenzweig/Campo dell'Altissimo, Via Sarzanese 2, 55040 Piano di Mommio, Anmmeldung auch in Deutschland über Rosemarie Rosenzweig, Am Eichgarten 15, 12167 Berlin, Tel. 030/795 60 00, www.campoaltissimo.de; Lynne Streeter/Marble & Art Workshop Laboratorio Ferdinando Palla, Pietrasanta, Kurssprache Englisch, Casella Postale 244, 55045 Pietrasanta, Tel. 05 84 79 20 04, www.marblesculptingitaly.com; Kyle Smith/Artspace Valdicastello, Kurssprache Englisch, Casella Postale 22, 55045 Pietrasanta, Tel./Fax 05 84 77 21 01, www.marbleworkshop.com

Golf

Seit den Dreißigerjahren gibt es den Platz Golf dell'Ugolino (Grassina, 12 km südlich von Florenz an der SS 222, Tel. 05 52 30 10 09, www.golfugolino.it, 18 Löcher) im Chiantigebiet. Seither sind in der Toskana weitere 18 9- bzw. 18-Loch-Plätze hinzugekommen. Die Broschüre »Führer zu den Golfplätzen der Toskana« verschickt auf Anfrage die APET (Via Vittorio Emanuele II, 62/64, 50134 Firenze, Fax 05 54 62 80 39, apet@apet.toscana.it). Um einen Golfurlaub zu planen, wendet man sich am besten (auch in Deutsch) an Camillo Fioroni von Golf & More (Tel. 05 84 99 86 11, Fax 05 84 99 87 49, www.toscanagolfmore.com).

Kanu & Kajak

Kanu- und Kajakfahren sowie Rafting wird auf den Flüssen der Toskana, die sich auch in reißende Ströme verwandeln können, immer beliebter. Auskunft: Federazione Italiana Canoa e Kajak (50126 Firenze, Via G. Orsini, 39, Tel./Fax 055 68 90 44, www.canottiericomunalifirenze.it).

Kochkurse

Unter der Leitung von Lorenza de' Medici, Autorin zahlreicher Bücher über die italienische Küche, werden in der Badia a Coltibuono (Gaiole in Chianti, Tel. 05 77 74 48 32, Fax 05 77 74 92 35, www.coltibuono.com) aus dem 11. Jh. achtmal im Jahr Kochkurse angeboten. Im zur professionellen Laborküche umgestalteten Eselstall La Bottega del 30 (Castelnuovo Berardenga, Ortsteil Villa a Sesta, Via Santa Caterina, 2, Tel./Fax 05 77 35 92 26, www.labottegadel30.it) lässt Hélène Camelia ihre Zöglinge in die Geheimnisse traditioneller toskanischer Küche blicken. Nicht zufällig wurde ihr kleiner Landgasthof mit einem Michelin-Stern bedacht. Kurse April bis Juni und Sept./Okt., Wochen- oder Tageskurse möglich.

Mountainbiking

Landschaftlich besonders schöne Touren lassen sich in der Val d'Orcia zwischen Montalcino, Pienza und Montepulciano, in den Crete um Asciano und in der Maremma unternehmen. Routenvorschläge finden Sie in der Broschüre der Region Toskana »Toskana mit dem Fahrrad entdecken«. Mountainbikes verleihen und Routen organisieren u. a. Cicloposse Bike Company (Pienza, Via 1° Maggio, 27, Tel./Fax 05 78 74 99 83); für die Maremma wendet man sich an Maremma in Bici (Tel. 05 64 56 96 60, Fax 05 64 56 71 07, www.maremmainbici.it) in Roccatederighi, das Casentino erforscht man am besten mit einem Führer der Scuola Italiana Mountain Bike (Tel./Fax 05 75 56 07 47, www.mountainbike.toscana.it).

Paragliding & Ballonflüge

Wer die Toskana aus der Vogelperspektive erleben will, kann sich an Flyten in Diecimo bei Lucca wenden (Tel. 33 56 75 62 56, www.flyten.it). Flüge mit dem Heißluftballon organisieren Chianti Ballon Club (Pianella, Tel. 05 77 36 32 32) und Maremma Mongolfiera (Montemerano, Tel. 05 64 60 26 27).

Reiten

Klassisches Reitgebiet der Toskana ist das Hinterland der Maremma. Viel gelobt wird hier das Centro d'Equitazione (Ortsteil Pavone, Tel. 33 96 33 17 58, www.reitferien-toscana.com) von Bernhard Pflug in Castelnuovo Val di Cecina. Aber auch rund um Florenz, Siena und Arezzo gibt es zahlreiche Reitställe, viele Landhotels und agriturismo-Betriebe bieten Reitmöglichkeiten an. Ein dichtes Netz an Reitparcours finden Sie in der Garfagnana (Auskunft: Comunità Montana della Garfagnana, Tel. 05 83 65 89 90); empfehlenswert ist die Broschüre »Ippovie della Garfagnana«, auch in www.alpiapuane.com/ippovie.htm. Reitausflüge im Parco dell'Uccellina und in der Maremma organisiert Albatro (Tel. 05 64 40 71 02). Erfahrene Reiter sollten einen Ausflug mit den legendären butteri, den Viehhirten der Maremma, nicht auslassen (Auskunft: Azienda Agricola Regionale di Alberese, Tel. 05 64 40 71 00; Centro Visite di Alberese, Tel. 05 64 40 70 98; Club Ippico Cannelle di Talamone, Tel. 05 64 80 70 20). Bekannte Rennbahnen gibt es in Florenz und Livorno.

Skifahren

Traditionelle Skigebiete erstrecken sich am Abetone und um San Marcello Pistoiese (Auskunft: Azienda di Promozione Turistica Abetone, Tel. 05 73 63 01 45, Fax 05 73 62 21 20, www.pistoia.turismo.toscana.it). Schöne Pisten finden Sie auch am Monte Amiata, in der nördlichen Garfagnana und in den Apuanischen Alpen.

Thermen

Einige der annähernd 50 Kur- und Heilbäder der Toskana haben sich inzwischen zu regelrechten Wellnesscentern gemausert. Auskunft: Consorzio Termale di Toscana, Via delle Rose 12, 53042 Chianciano Terme, Tel. 057 86 81 11

Wandern

Schöne Wandergebiete sind das Chianti, der Monte Amiata, der Naturschutzpark San Rossore, der Parco Regionale della Maremma und der Parco dell'Orecchiella in der Garfagnana bei Lucca. Ein ideales Ziel für Wanderer und Kletterer sind die Apuanischen Alpen (Auskunft: Parco Regionale delle Alpi Apuane, Tel. 05 83 64 13 37 oder 058 47 58 21, www.parcapuane.toscana.it). Eine gute Anlaufstelle für Wanderinfos und -touren ist der Club Alpino Italiano in Lucca (Mo-Fr 19-20 Uhr, Palazzo Ducale, Cortile Carrara, 18, Tel. 05 83 58 26 69, www.cailucca.it). Eine sehr gute Website in deutscher Sprache ist www.italienwandern.de.

Wassersport

Segel-, Tauch- und Surfschulen gibt es in vielen Küstenorten. Ideale Ausgangspunkte für Segeltörns sind Viareggio, Pisa, Livorno, Punta Ala und Talamone. Dort können Sie Boote mit und ohne Skipper mieten.



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Stichworte

Vom Alabaster bis zum Wein

Ob kulturelle oder kulinarische Genüsse: Von allem gibt es reichlich

Stichworte

Alabaster

Alabaster und Volterra sind nicht voneinander zu trennen. Das weiße bis bräunlich graue, kristallisierte Kalziumsulfat, das sich über die Jahrtausende zu großen, oft zentnerschweren »Perlen« formte, wird in der Umgebung der alten Etruskerstadt Volterra gewonnen und in über hundert Betrieben, die oft schon seit Generationen derselben Familie gehören, verarbeitet.

Arcipelago Toscano

Unter dem Begriff »Toskanischer Archipel« werden die sieben dem Festland vorgelagerten Inseln des Tyrrhenischen Meeres zusammengefasst. Die größtenteils steil aufsteigenden Inseln mit ihren schroffen Küsten und kleinen Sandbuchten und die umgebenden Küstengewässer, ein Gebiet von rund 750 km², wurden 1996 zum »Parco Nazionale dell'Arcipelago Toscano« erklärt.

Touristisch gut erschlossen sind die Inseln Elba, mit 224 km² die mit weitem Abstand größte, sowie Giglio (21,2 km²) und Capraia (20 km²). Ausführliche Informationen finden Sie im MARCO POLO Band »Elba/Toskanischer Archipel« und im Internet unter www.parks.it/parco.nazionale.arcip.toscano.

Etrusker

Um 1000 v. Chr. bis 200 v. Chr. - vor den Römern, denen sie nach der letzten, verlorenen Schlacht 265 v. Chr. weichen mussten - bevölkerte dieses rätselhafte Volk, dessen Ursprung noch immer nicht ganz erforscht ist, weite Teile Mittelitaliens. Das Zentrum Tusciens jedoch lag im Gebiet der heutigen Toskana und zog sich vor allem entlang der Küste hin. Auf dem Gebiet der Toskana gehörten Arezzo, Chiusi, Populonia, Roselle, Vetulonia und Volterra dem 600 v. Chr. gegründeten Bund der zwölf mächtigen Stadtstaaten (Lukomonien) an. Daneben weisen noch heute zahlreiche weitere Orte Spuren der etruskischen Kultur auf: so z. B. Ansedonia, Cortona und Fiesole. An Funden reich sind das Museo Archeologico in Florenz, das Museo Guarnacci in Volterra und das Etruskische Nationalmuseum in Chiusi; bedeutende Nekropolen (Grabstädte) finden sich vor allem in Populonia und Sovana.

Luftverschmutzung

Verkehrsberuhigte Innenstädte, zwei oder drei Wochentage, an denen nur mit geradem oder ungeradem Nummernschild gefahren werden darf, verkehrsfreie Sonntage - in der Toskana versucht man schon länger, der Umweltbelastung durch den Autoverkehr Herr zu werden - bis jetzt ohne viel Erfolg. 287 Gemeinden der Toskana überschritten zuletzt an mehr als den 35 nach EU-Verordnung zulässigen Tagen den Grenzwert für die Feinstaubbelastung. Die am schlimmsten betroffenen Städte sind Florenz, Pisa und Livorno.

Marmor

Oberhalb von Carrara, das dem berühmten weißen Marmor seinen Namen gab, liegen die Marmorbrüche von Colonnata, Fantiscritti und Ravaccione. Besonders der feinkörnige »Bianco di Carrara«, den man hier in mächtigen Blöcken aus dem Gestein schneidet - eine bancata kann bis zu 12 m hoch sein und 400 t wiegen! -, hat es seit Michelangelo den Bildhauern angetan. Moore, Botero, Pomodoro, Marini und unzählige andere lassen oder ließen ihn in den Werkstätten von Pietrasanta zu Skulpturen verarbeiten, die heute die Museen der Welt schmücken. Die Marmorbrüche können ohne besondere Erlaubnis - jedoch mit der nötigen Vorsicht! - besucht werden.

Medici

Die Familie dieser Kaufleute, Bankiers und Fürsten beherrschte ab Ende des 14. Jhs. erst Florenz, dann bis 1737 die ganze Toskana. Die herausragendsten Gestalten der Medici waren Cosimo il Vecchio (1389 bis 1464), der den Grundstein des gewaltigen Vermögens und der Kunstsammlungen legte, sein Enkel Lorenzo il Magnifico (1449-1492), der besonders die Handelsbeziehungen weiter ausbaute, und Cosimo I., Großherzog (1519-1574), der unter anderem die Uffizien in Florenz errichten ließ und dem Staat eine moderne Form gab. Nicht vergessen werden darf Anna Maria Ludovica, die letzte der Medici, die in ihrem Testament den ganzen riesigen Kunstschatz der Familie »für alle Zeiten« Florenz vermachte (1737) und der die Stadt die großen Sammlungen ihrer Museen verdankt.

Renaissance

»Rinascimento« heißt es im Italienischen, und der Begriff wird Ihnen in der Toskana überall begegnen. Mitte des 15. Jhs. entstand hier eine kulturelle Bewegung, die sich die »Wiedergeburt« klassischer Ideale in Philosophie und Kunst aufs Banner geschrieben hatte. Das Edle, Wahre, Schöne, in dessen Mittelpunkt der Mensch stand, wurde zum Ideal und Florenz zum Zentrum der Bewegung. War in der Gotik noch der Jenseitsgedanke vorherrschend, so wurde in Kunst und Philosophie fortan der Mensch das Maß aller Dinge.

Strandleben

Wie hätten Sie's gern: Giovanni serviert den eisgekühlten Cocktail, während Sie sich auf der gepolsterten Liege räkeln, vor sich die endlose Weite des Meeres und sonst gar nichts? Oder: einfacher Liegestuhl, Kinderlärm, das Meer irgendwo weiter vorn und die Cola an der Strandbar? Beide Varianten sind zu haben, die erste in und um Forte dei Marmi für 70 Euro, die zweite überall weiter südlich für 15 bis 20 Euro - pro Tag, wohlgemerkt! Strandbadeanstalten sind gepflegt, sie werden bewacht - und sie sind teuer. Die Tagespreise verstehen sich im Allgemeinen für zwei Liegestühle und einen Sonnenschirm. Jede Gemeinde ist jedoch verpflichtet, einen Strandabschnitt als öffentlichen und kostenlosen Badebereich zur Verfügung zu stellen (spiaggia pubblica). Er ist meist klein, wird auch sauber gehalten und bewacht - und ist immer rammelvoll. MARCO POLO empfiehlt daher: Machen Sie es anders! Die Toskana hat rund 280 km Festlandsküste - Felsstrände, Kieselstrände und breite, von Schatten spendenden Pinienwäldern gesäumte Sandstrände, wo man selbst im Hochsommer das Gefühl haben kann, allein zu sein. Packen Sie also zu den üblichen Badeutensilien noch einen ombrellino da spiaggia, einen leicht einpflanzbaren Sonnenschirm, den man in jedem Supermarkt bekommt, einige Flaschen Wasser, und ziehen Sie los! Wo die meisten Autos parken, brauchen Sie dann nur über die Felsen zu klettern oder den Pinienwald zu durchqueren und können Ihr ganz privates Badeplätzchen genießen - kostenlos.

Villen

Villa werden hier zu Lande die schlossähnlichen, oft von Parks und Gärten umgebenen Landhäuser genannt. Viele sind weltberühmt wie z. B. die Medici-Villen bei Florenz oder die Villen in der Gegend um Lucca. Mit dem Bau von Villen wurde im 16. Jh. begonnen, als der Adel das Landleben entdeckte. Vor dieser Zeit errichtete man zum Schutz der Güter so genannte castelli, Burgen, von denen viele heute noch die Landschaft zieren. In Castelnuovo Berardenga wird in einem kleinen Museum die Geschichte der Villa sehr hübsch und anschaulich dargestellt.

Weingüter

Die Toskana ist eines der Hauptweinanbaugebiete Italiens. Von den 450 Weingütern, die sich 1994 im »Movimento per il Turismo del Vino« zusammengeschlossen haben, liegen 118 in der Toskana. Weingüter können im Allgemeinen von Mo bis Fr besucht werden. Um die Fahrt nicht umsonst zu unternehmen, sollten Sie aber auf jeden Fall vorher anrufen.

Im Süden der Toskana liegen die Cantine Contucci (Via Teatro, 1, Tel. 05 78 75 70 06, www.contucci.it), die ihre Keller in der alten Stadtmauer von Montepulciano eingerichtet haben, und die Cantina del Redi (Via Collazzi, 5, Tel. 05 78 75 71 66, www.cantinadelredi.com). Auf beiden Weingütern wächst der berühmte Vino Nobile von Montepulciano. Ausgezeichnete Rotweine findet man auch in Montalcino. Zu den besten der Gegend gehören die Weine der Fattoria dei Barbi (Ortsteil Podernovi, Tel. 05 77 84 11 11, www.fattoriadeibarbi.it). Die Fattoria del Colle (Tel. 05 77 66 21 08, www.cinellicolombini.it) in Trequanda bei Sinalunga verleiht alljährlich einen Literaturpreis, der Wein zum Thema hat. Der Vino Rosso di Montalcino wächst außerdem u. a. auf dem Weingut Fattoria dell'Altesino (Torrenieri di Montalcino, Tel. 05 77 80 62 08, www.altesino.it), einer imponierenden Festung, sowie im Gut Villa Banfi (Castello di Poggio alle Mura, Tel. 05 77 84 01 11, www.castellobanfi.com).

Zwischen Siena und Florenz liegt das Chianti-Classico-Gebiet. Das Castello di Volpaia (Radda in Chianti, Tel. 05 77 73 80 66, www.volpaia.com) mit mächtigen Eichen- und Kastanienholzfässern in seinen Kellereien liegt in einem mittelalterlichen Weiler. Burg und Weinberge des Castello di Fonterutoli (Castellina in Chianti, Tel. 057 77 35 71, www.fonterutoli.it) gehören zu den ältesten der Gegend, sie sind seit 1435 im Besitz derselben Familie. Ein Vitarium mit allen in der Toskana gepflegten Rebsorten wurde im Weingut San Felice (Tel. 05 77 35 90 87) nahe dem mittelalterlichen Dorf San Gusmè angelegt. Das Castello di Monsanto (Barberino Val d'Elsa, Tel. 05 58 05 90 00, www.castellodimonsanto.it) ist durch einen Tunnel mit der Kelterei verbunden - er wird als Weinkeller genutzt. Schon Leonardo da Vinci hielt sich im Castello di Vignamaggio (Greve in Chianti, Tel. 055 85 46 61, www.vignamaggio.com) auf - und hat bestimmt den edlen Rosso nicht verschmäht.

Nicht dem »Movimento per il Turismo del Vino« angeschlossen, aber trotzdem für einen Besuch sehr zu empfehlen ist das Castello di Brolio (Gaiole in Chianti, Tel. 05 77 73 01, www.ricasoli.it), seit 1141 im Besitz der Barone Ricasoli, der Vorreiter für die Anerkennung des Chiantiweins. Einen vorzüglichen Vernaccia di San Gimignano und den Weißwein Terre di Tufo bekommt man in der Azienda Agricola Teruzzi & Puthod (San Gimignano, Località Casale, Tel. 05 77 94 01 43, www.teruzzieputhod.it) mit ihrer vollcomputerisierten Kellerei.